Kitan-FAQ

Aufgaben eines Fansubbers

Der oder die Übersetzer/in ist dafür zuständig, (90 % englische) Texte möglichst nicht wörtlich, dafür aber inhaltsgetreu, ins Deutsche zu übersetzen. Die Übersetzungen werden mit Hilfe des Programms "Aegisub" bearbeitet. Vorteilhaft sind gute bis sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse. Sollte einer/eine Japanisch können, wäre es ein weiterer vorteil bzgl. den Übersetzungen eines Animes.
Der oder die Editor/in fürt die spezifische Aufgabe des Editieren des zu fansubbenden  Animes durch. Zum Editieren gehört primär das Korrekturlesen, also das Verbessern von Rechtschreibfehlern. Aber der oder die Editor/in kann auch Sätze, die unglücklich formuliert sind oder gekünstelt wirken, sinngemäß umschreiben. Bei größeren Änderungen hält der oder die Editor/in Rücksprache mit der oder die Übersetzer/in. Selten führt der oder die Editor/in auch eine Korrekturübersetzung mit durch.
Der oder die Zeitsetzer/in, auch Timer genannt, passt die Einblendezeiten der Texte an, sodass man sie gut lesen kann. Dazu gehört das Timen direkt aufs Gesprochene, gefolgt vom Setzen eines LEad-ins und -outs, damit die Zeile gut lesbar und vor allem lange genug angezeigt wird. In laufe der Zeit, entwickelt man dann einen Gefühl, was ein gutes Timing ausmacht.
Der oder die Typesetter/in ist für die optische Gestaltung (typen) der Untertitel zuständig:
  •  Für alle Schrifteinblendungen legt er/sie Schriftart (Font), Schriftgröße, Darstellungsattribute (fett, kursiv etc.) und Farben fest. Üblicherweise verwendet der/die dabei einheitliche Styles, entweder für bestimmte Charaktere der Handlung oder für bestimmte Vorgänge (gesprochenes Wort bzw. Gedanken, im Bild sichtbarer bzw. nicht sichtbarer Sprecher etc.).
  • Für Schrifteinblendungen (z. B. auf Schildern) definiert er/sie zusätzlich Bildschirmkoordinaten, Neigungswinkel der Schrift sowie eventuell Anweisungen für die Bewegung bzw. dynamische Skalierung (Zoom) der Schriften fest (falls sich das beschriftete Objekt im Bild bewegt und sich die Beschriftung entsprechend mit bewegen soll).
  • Beim Karaoke ist er/sie für die Effekte für Opening und Ending eines Animes verantwortlich.
Die Aufgaben bestehen darin, sich den fertig encodierten, aber noch nicht öffentlich zugänglichen Fansub, oft mehrfach sehr gründlich anzusehen und dabei auf alle Arten Fehlen zu achten. Wie z.B.:
  • Übersetzungs-Probleme (hölzerne bzw. nicht zum Charakter des Sprechers passende sprachliche Formulierungen, inhaltliche Widersprüche zwischen Untertitel und Handlung, Plausibilität; meist bleiben Übersetzungsfehler hier aber unbemerkt, sofern sie nicht zu Plausibilitätsproblemen in der Handlung führen),
  • Editing-Probleme (Rechtschreibung und Zeichensetzung
  • Typesetting-Probleme (Lesbarkeit der Untertitel durch Schriftgrößen bzw. -Farben, Untertitel über mehr als zwei Zeilen etc.),
  • Timing-Probleme (Abweichungen zwischen Einblendezeitpunkt und hörbarer Sprache, unlesbar kurze Einblendungen etc.),
  • Encoding-Probleme (sichtbare Pixel im Bild, technische Probleme beim Abspielen etc.)
Der oder die Quality Checker/in notiert alle erkannten Fehler und meldet diese an die Gruppe (z.B. im Form eines Text-Dokuments, das auf den Gruppen-Server hochgeladen wird). Die Fehler werden von den zuständigen Bearbeitern korrigiert, anschließend wird ein neuer Encode erstellt, den der oder die Quality Checker erneut auf Fehler überprüft. Da es unwahrscheinlich ist, dass einem einzigen Qualiy Checker sämtliche Fehler, die sich einen Fansub eingeschlichen haben, auffallen, gibt es meist mehrere Quality Checker für dasselbe Projekt.
Der oder die Korrekteur/in, hat die Aufgabe die aufgezählten Fehler der oder die Quality Checker/in -s zu übernehmen. Beim Typeset ist der oder die Typesetter/in dafür zuständig zu korrigieren.  Dazu wird von einer/eine Person eine sogenannte QC-Apply erstellt. 
Der oder die Encoder/in bindet mit einem speziellen Programm wie VirtualDub (oder ähnliches Programm) nicht nur die Untertitel in das Raw ein, sondern bearbeitet diese auch mit diversen Filtern (z.B. mit AviSynth), um so ein besseres Bild einer kleineren Größe zu erzielen.  Der oder die Encoder/in legt auch das Container-Format sowie den Audio- und Video Codec des Fansubs fest.
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